Am 21. Mai 2026 wurde die Aula der Gesamtschule Hennef-West zum neunzehnten mal zur großen Bühne für Kreativität, Mut und Gemeinschaft: Rund 135 junge Künstlerinnen und Künstler im Alter von 8 bis 17 Jahren gestalteten gemeinsam ein lebendiges und berührendes Theater- und Künstlerfestival und waren dabei mit rund 150 weiteren Zuschauern zugleich ein begeistertes Publikum füreinander.
Das Festival, das in Kooperation mit der Gesamtschule Hennef-West stattfindet und unter der Schirmherrschaft von Landrat Sebastian Schuster steht, ist längst ein fester Bestandteil im Rhein-Sieg-Kreis. Es bietet Schülerinnen und Schülern aller Schulformen die Möglichkeit, ihre Talente vor Publikum zu zeigen und sich in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen auszuprobieren.
Eröffnet wurde das Festival vom Schulleiter der Richard-Schirrmann-Schule, Sebastian Wolf, bevor Agnes Wübbe und Dorothee Witt die Moderation übernahmen und mit viel Herz, Humor und Feingefühl durch das Programm führten. Die beiden ergänzten sich auf ganz besondere Weise: Während Dorothee Witt ruhig und besonnen durch den Vormittag leitete, sorgte Agnes Wübbe immer wieder für überraschende, kreative und urkomische Momente – tanzend, singend und in immer neuen, passenden Verkleidungen. Die wertschätzende und zugewandte Art der beiden machte die Moderation zu einem echten Highlight.
Das abwechslungsreiche Programm zeigte eindrucksvoll die Vielfalt der Beiträge:
Den Auftakt machte die GGS Gartenstraße mit zwei fröhlichen Liedern – unter anderem vom tanzfreudigen Krebs „Kawuras“, die sofort für gute Stimmung und Neugier sorgten.
In der Känguru-Klasse der KGS Hennef wurden plötzlich Buntstifte lebendig: Mit viel Witz stritten sie darüber, wer am wichtigsten ist, bis letztlich – vor allem durch das beherzte Eingreifen „Ratzis“ – das gemeinsame Arbeiten in den Mittelpunkt rückte.
Die Schule am Rotter See begeisterte mit einem mitreißenden Schultanz, der von drei Freundinnen innerhalb der Mädchengruppe der Schule ins Leben gerufen wurde und bereits die gesamte Schulgemeinschaft verbindet
Bevor die Fritz-Bauer-Gesamtschule mit ihrem Theaterstück zu Bohemian Rhapsody das Publikum in einen nachdenklichen, modernen Deutungsraum rund um Social Media und dem Gefühl des „Gefangenseins“ entführte, berührte die Fünftklässlerin Kim das Publikum mit dem Lied „Mondlicht“, das sie gemeinsam mit ihrem Lehrer Thomas Bungart am Klavier präsentierte – ein eindrucksvoller und sehr persönlicher Beitrag, der für einen besonderen Moment der Ruhe und Aufmerksamkeit sorgte.
Die Berufspraxisklasse der Förderschule Rossel brachte mit ihrem Tanz zu „Gute Laune“ spürbar Energie und Freude auf die Bühne, so dass das Publikum tobte, sang und tanzte und mit lauten „Zugabe“ – Rufen seine Begeisterung zum Ausdruck brachte.
Sportlich und dynamisch ging es weiter mit der Richard-Schirrmann-Schule aus Siegburg: Breakdance, Bewegung und kreative Choreografien der Gruppen „Shadows“, „Raben“ und „Flamingos“ zeigten eindrucksvoll Teamgeist und Körpergefühl. Mit Tanz, Breakdance und sportlichen Elementen wurde sichtbar, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und Freude an Bewegung sind.
Provokant und reflektierend setzte der Darstellen und Gestalten Kurs des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Hennef-West mit der selbst entwickelten Choreografie „Hör endlich auf zu jammern!“, ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und positive Haltungen im Alltag, ermutigte dazu sich von den ewig gleichen Beschwerden nicht negativ beeinflussen zu lassen sondern diesen selbstbewusst und positiv entgegenzutreten. Nämlich miteinander, anstatt gegeneinander!
Zum Abschluss beeindruckte der Chor der Kastanienschule Hennef mit drei Liedern über Selbstvertrauen, Zweifel und den Mut, zu sich selbst zu stehen – und zeigte dabei eindrucksvoll, wie aus vielen Stimmen ein starkes „Wir“ entsteht.
Für besondere eindrucksvolle Momente zwischen den Beiträgen sorgten Samuel mit seinem Sologesang und Emilio mit seiner musikalischen Begleitung an der Akustikgitarre. Unterstützt wurden die beiden von ihrem Lehrer Thomas Bungart an der Cajón und am Klavier.
Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Beteiligten: In einer gemeinsamen Danksagung wurden Urkunden und kleine Geschenke an die Gruppen überreicht – ein wertschätzender Moment, der die Gemeinschaft des Festivals noch einmal deutlich machte.
Für die Schülerinnen und Schüler ist dieses Festival weit mehr als eine Aufführung: Es ist eine Bühne für Mut, Ausdruck und persönliche Entwicklung. Hier erleben sie, wie
stärkend es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein und mit den eigenen Fähigkeiten gesehen zu werden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Schulen, den engagierten Lehrkräften sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Festival – wenn es wieder heißt: Bühne frei für Mut, Kreativität und ganz viel Persönlichkeit!
GGS Gartenstraße mit den Liedern „Kawuras – der Krebs“ und „Gummibär“




KGS Hennef: „Aufregung im Mäppchen“












Kim Kuck: „Mondlicht“



Schule am Rotter See: Schultanz




Samuel Nickeleit und Emilio Bahrs


Fritz-Bauer-Gesamtschule




Richard-Schirrmann-Schule:

Gesamtschule Hennef-West: „Hör endlich auf zu jammern!“







